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Bei der Sporthalle am Alten Postweg in Vaihingen entsteht eine neue Heizzentrale

Holzhackschnitzel schonen Umwelt

Einsparung von 240000 Litern Heizöl - Schulen, Sporthallen und Stadthalle werden angeschlossen

Bericht VKZ 21.02.2003

Vaihingen (aa)

Das musste Oberbürgermeister Heinz Kälberer dann doch noch anbringen, als es in dieser Woche im Jugenddorf bei einer Fachtagung um Klimaschutz-Themen ging: Auch die Stadt Vaihingen leistet hier einen Beitrag, indem sie eine Heizanlage für Holzhackschnitzeln bauen lässt. 240 000 Liter Heizöl sollen eingespart, der Kohlendioxidausstoß um jährlich 450 Tonnen verringert werden.

Wird die Sporthalle am Alten Postweg erweitert? Das fragten sich am vergangenen Wochenende die Besucher der verschiedenen Wettkämpfe. Antwort: Erweitert wird die Anlage schon, aber nicht für sportliche Zwecke. Neben dem Zuschauereingang entsteht die neue Holzheizung, die für die Schulzentren I und II (sprich: Wilhelm-Feil-Schule, Grund- und Hauptschule, Ferdinand-Steinbeis-Realschule, Stadthalle, Friedrich-Abel-Gymnasium und die Sporthallen) die Wärme produzieren soll. Nach dem Bauzeitenplan soll der Rohbau bis Ende Mai fertiggestellt sein; nach den Sommerferien muss die Anlage in Betrieb gehen.

Dazu ist eine Vernetzung der verschiedenen Gebäudekomplexe notwendig. In den Osterferien wird zum Beispiel die Wärmeleitung im Alten Postweg verlegt. Für den Tiefbau muss die Straße halbseitig gesperrt werden, wobei die Arbeiten im Straßenbereich so schnell wie möglich abgeschlossen werden sollen - das haben die ausführenden Firmen schon mal versprochen.

Die verschiedenen Gebäude werden künftig zu rund 65 Prozent mit Wärme aus dem nachwachsenden Energieträger Holz, zu 20 Prozent mit Wärme aus dem Blockheizkraftwerk und nur noch zu 15 Prozent durch einen konventionellen Heizkessel versorgt. Die Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 450 Tonnen entspricht der Umweltbelastung aus den Kaminen von etwa 120 Einfamilienhäusern.

Der Beschluss zum Bau der Holzhackschnitzelheizung mit Blockheizkraftwerk war im Vaihinger Gemeinderat schon im Juni 2001 gefallen. Planung, Erstellung, Finanzierung und Betrieb wurden per Ausschreibung angeboten, wobei die Firma KWA Kraftwärmeanlagen in Bietigheim-Bissingen den Zuschlag erhielt, deren Offerte im Hinblick auf die vermuteten Preisentwicklungen im fossilen Brennstoffbereich als besonders "kundenfreundlich" galt. Die Stadt Vaihingen hat einen jährlichen Gesamtwärmelieferungspreis von 176528,80 Euro zu bezahlen (Laufzeit 20 Jahre). Eine Modellrechung hatte für Bau und Betrieb der Anlage durch die Stadt Jahreskosten von rund 208000 Euro ergeben.

Von der Firma KWA ist zugesagt worden, für die "Fütterung" der neuen Heizung 25 Prozent Waldholz aus der unmittelbaren Umgebung zu verwenden. Der restliche Prozentsatz wird mit Landschaftspflegeholz aus dem Landkreis Ludwigsburg bestritten.

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HKW

Bei der Sporthalle am Alten Postweg in Vaihingen entsteht eine Holzhackschnitzel-Heizung, mit der im Verbund die Schulen, die Stadthalle und die Sporthalle mit Wärme versorgt werden. Bis nach den Sommerferien soll die Anlage in Betrieb gehen. Jetzt wurde mit den Arbeiten für den Rohbau begonnen.
Foto: Arning

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